Familienseite von Ramon Schweiss:
Meine Familienseite wurde mit Hilfe von MyHeritage erstellt, einem großartigen System, das es jedermann ermöglicht, eine Seite für seine Familie zu erstellen, gemeinsam einen Stammbaum anzufertigen und Familienfotos miteinander zu teilen.
Sprachkonzepte zur Darstellung lokaler und globaler Information für die Ablaufsteuerung von parallelen Prozessen
Diplomarbeit, Technische Universität München, Institut für Informatik, 15. März 1986
Themensteller: Prof. Dr. M. Paul · Betreuer: Dr. Christian Herzog
Die Arbeit entwickelt ein Sprachkonzept für verteilte Systeme, das zwischen dem lokalen Wert einer Informationsvariablen (dem Wert, den ein Prozess selbst besitzt) und ihrem globalen Wert (dem Wert, der anderen Prozessen über das Kommunikationsnetz zur Verfügung gestellt wird) unterscheidet. Da die Übertragung von Information stets Zeit benötigt und ein sendender Prozess seinen lokalen Wert danach weiter verändern kann, zeigt die Arbeit, dass zwischen beiden grundsätzlich eine Inkonsistenz auftreten kann.
Auf Basis von Import-/Export-Deklarationen (analog zu Modulkonzepten) werden zwei Standardoperationen definiert – infwrite(x) zum globalen Verfügbarmachen und infread(x) zum Lesen des globalen Werts – und ihre Semantik mit Hilfe der temporalen Aussagenlogik formal bewiesen. Ein durchgängiges Beispiel (Drucker-Ablaufsteuerung mit Monitoren) veranschaulicht das Konzept.
Im Implementierungsteil wird ein Bewertungsmaß entwickelt, mit dem sich – basierend auf Schreib- und Lesehäufigkeiten und dem Minimalgerüst-Algorithmus von Kruskal – die kosteneffizienteste Platzierung von Informationsspeichern in einem Prozessor-Netz beliebiger Topologie bestimmen lässt. Im Kern bleibt dabei das Spannungsfeld zwischen lokaler und globaler Information bestehen – eine Fragestellung, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat.
Warum diese Arbeit auch heute noch relevant ist
Die Unterscheidung zwischen lokaler und globaler Information – und die Erkenntnis, dass beide in räumlich verteilten Systemen niemals vollständig konsistent gehalten werden können – ist ein Grundproblem, das sich durch die gesamte Geschichte der verteilten und parallelen Informatik zieht: von Multiprozessorsystemen über Cloud-Computing und verteilte Datenbanken bis hin zu modernen Konsistenzmodellen (CAP-Theorem, Eventual Consistency). Interessanterweise taucht eine verwandte Grundfrage – wann ein Teilsystem einen eigenen, wohldefinierten Zustand besitzt und wann es nur als Teil eines nicht weiter zerlegbaren globalen Zustands existiert – in völlig anderer mathematischer Form auch in der Quanteninformatik auf, etwa bei der Verschränkung von Qubits: Verteiltes Quantencomputing (DQC) verknüpft mehrere kleinere, lokal kontrollierte Quantenprozessoren über meist verschränkungsbasierte Quantenkanäle zu einem größeren Gesamtsystem, sodass lokale Rechenoperationen parallel ablaufen und globale Information durch Verschränkung und Quantenkommunikation zwischen den Knoten ausgetauscht wird. Die physikalischen Grundlagen sind dabei freilich grundverschieden und nicht direkt vergleichbar; dennoch zeigt sich, wie beständig die Frage nach dem Verhältnis von lokaler und globaler Information durch unterschiedliche Epochen und Technologien der Informatik hindurch relevant bleibt.
Fault-Tolerant Distributed Quantum Computing (DQC)
Distributed Quantum Computing verbindet mehrere kleinere Quantenprozessoren über quantenmechanische und klassische Kanäle zu einem skalierbaren Gesamtsystem. Es überführt die Skalierungsbarriere monolithischer QPUs – überproportional wachsender Crosstalk, thermische Lasten und Verdrahtungskomplexität – in die handhabbarere Aufgabe, weitere Module zu bauen und zuverlässig zu verbinden.
Die eigentliche Forschungsfrage liegt heute auf der fehlertoleranten Ebene: Wie lassen sich logische, fehlerkorrigierte Operationen über verrauschte Inter-Modul-Verbindungen ausführen, ohne dass deren Fidelity zum Flaschenhals wird? Aktuelle Architekturen gliedern sich in drei Klassen – kleine, über GHZ-Zustände verbundene Knoten für nicht-lokale Stabilisator-Messungen; ein über mehrere Module verteilter Fehlerkorrektur-Code mit überwiegend lokalen Messungen – bis auf wenige an den Code-Grenzen; sowie modulweise zugeordnete Code-Blöcke, die über transversale Gatter, Lattice Surgery und Teleportation logisch interagieren.
Der zentrale Kostenfaktor ist der Verschränkungs-Overhead (Bell-Paar-Verbrauch) pro logischer Operation. Jüngste Circuit-Level-Simulationen zeigen, dass transversale qLDPC-Operationen die klassische Surface-Code-Lattice-Surgery übertreffen können, und dass ein nicht-lokales CNOT um bis zu eine Größenordnung niedrigere logische Fehlerraten erreicht als die Teleportation bei gleichem Code-Abstand. Damit rückt skalierbares, fehlertolerantes DQC vom theoretischen Konzept in den Bereich konkreter Architektur- und Code-Auswahl.
Dass solche nicht-lokalen Operationen physikalisch überhaupt realisierbar sind, zeigte 2025 die erste Ausführung eines verteilten Quantenalgorithmus über photonisch verbundene Module – noch auf Ebene physikalischer Qubits, ohne Fehlerkorrektur. Mit diesem Nachweis und den Fortschritten auf der fehlertoleranten Ebene gilt DQC heute als einer der vielversprechendsten Wege hin zu skalierbarem, fehlertolerantem Quantencomputing.
Dahinter steht ein längerer Bogen: 1986 argumentierte meine Diplomarbeit „Sprachkonzepte zur Darstellung lokaler und globaler Information für die Ablaufsteuerung von parallelen Prozessen", dass lokale und globale Information in verteilten Systemen nie vollständig konsistent sein können — eben weil jede Informationsübertragung durch die universelle Lichtgeschwindigkeit c begrenzt ist. Verschränkung wirkt auf den ersten Blick wie das lang erwartete Gegenbeispiel: Wissen, das an einem entfernten Knoten aufzutauchen scheint, ohne dass etwas übertragen wird. Bei genauem Hinsehen zeigt sich das Gegenteil: Selbst die stärkste nichtlokale Ressource der Physik kann Konsistenz zwischen Knoten nicht ohne einen klassischen, lichtgeschwindigkeitsbegrenzten Kanal herstellen. Die These von damals wird durch die Quantenmechanik nicht widerlegt, sondern bekräftigt — mit der einen, wirklich neuen Wendung, dass Verschränkung die Kosten dieser Konsistenz senken kann.
→ Zum Artikel: How Entanglement Lowers the Price of Agreement
→ mehr darüber auf QWeb © Research und auf www.qweb-quantum.com
Eine Frage aus dem Jahr 1986
Wie aus einer Diplomarbeit über verteilte Systeme ein Quanten-Projekt wurde — mit wissenschaftlichem Austausch und Mentoring rund um die Welt.
1986 trug meine Diplomarbeit an der TU München einen Titel, den man erklären muss — die Frage dahinter nicht. Vierzig Jahre später stellt sie sich neu, für Quantencomputer. Daraus ist QWeb © Research entstanden, eine unabhängige, selbst finanzierte Forschungs- und Bildungsinitiative. Und daraus wiederum etwas, das ich so nicht erwartet hätte: der Austausch mit Forschenden aus Hochschule und Industrie sowie mit führenden QC-Herstellern und -Anbietern weltweit — und Mentoring für junge Menschen.
→ Mehr über QWeb © Research: https://qweb-quantum.com
Führen, Leisten, Leben
Wirksames Management für eine neue Zeit
Fredmund Malik
Campus-Verlag GmbH, Frankfurt/Main; 1. Auflage, 9. Oktober 2006
ISBN-10: 3593382318; ISBN-13: 978-3-593-38231-9
Prof. Dr. Fredmund Malik
Malik ist das weltweit führende Unternehmen für ganzheitliche General Management-, Leadership- und Governance-Lösungen. Prof. Dr. Fredmund Malik ist Gründer, Inhaber und Chairman von Malik. Der habilitierte Unternehmer-Professor und vielfach ausgezeichnete Bestsellerautor von mehr als zehn Büchern setzt seit Jahren mit seinem Unternehmen den Standard für professionelles Management.
Navigieren in Zeiten des Umbruchs
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Campus-Verlag GmbH, Frankfurt/Main; 1. Auflage, 10.September 2015
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Dr. Reinhard K. Sprenger
Mit über 1,8 Millionen verkauften Büchern, Beratungsmandaten in sämtlichen DAX-Unternehmen und vielen tausend Seminarbesuchern jedes Jahr gilt Dr. Reinhard K. Sprenger als der profilierteste Führungsexperte Deutschlands. Zentrale Themen seiner Arbeit sind Führung, Motivation und Selbstverantwortung.
Vertriebsteuerung - das Ziel vor Augen
Finanz Informatik GmbH & Co. KG, 2010
Dein Risikomanagement navigiert mit GPS – direkt auf den Eisberg zu.
Die Titanic galt als unsinkbar. Die großen Banken von 2007 auch.
Als Navigator eines Schiffes reicht es nicht, den Kurs per GPS zu berechnen. Du musst Stürme antizipieren,
Strömungen kennen – und vor allem: den menschlichen Faktor einplanen. Genau das gilt für die Banksteuerung.
Das Problem mit unseren Risikomodellen? Sie funktionieren in rationalen Welten. Doch Finanzmärkte sind keine physikalischen Systeme. Wenn Furcht um sich greift, fragen Händler nicht mehr nach Modellen. Sie verkaufen. Alles.
Das eigentliche Paradox: Die breite Akzeptanz moderner Portfoliotheorie hat dazu geführt, dass sich die Portfolios aller großen Marktteilnehmer einander annäherten – mit identischen Risiken. Als 2007 der Markt ins Rutschen kam, waren alle gezwungen, dieselben Papiere gleichzeitig abzustoßen. Das Ergebnis kennen wir: 2008.
Der Denkfehler sitzt tiefer. Risikomodelle extrapolieren Vergangenheit in die Zukunft – aber erfolgreiche Theorien verändern die Realität, bis sie unter ihrem eigenen Gewicht zerbrechen.
Was wir brauchen, ist kein besseres Modell. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel:
Fredmund Malik hat es treffend formuliert: Was wir brauchen, sind keine
besseren Rechner. Wir brauchen Manager, die Komplexität meistern.
Die entscheidende Frage ist nicht ob Banken ihre Gesamtbanksteuerung weiterentwickeln müssen – sondern wer es am schnellsten und besten tut.
Denn im immer härteren Wettbewerb wird genau das den Unterschied machen.
No MaRisk, no fun – aber auch: No Mut zum Umdenken, no Future.
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